Positionen
"Kultur ist Mehr-Wert und braucht mehr Ressourcen". Positionspapier zur Stärkung der kulturellen Bildung in Baden-Württemberg
Die Mitgliederversammlung der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Baden-Württemberg e.V. hat im Dezember 2009 einstimmig das Positionspapier „Kultur ist Mehr-Wert und braucht mehr Ressourcen“ beschlossen.
Das Positionspapier fokussiert die Bedeutung und den Stellenwert der kulturellen Bildung als Teil der Allgemeinbildung und stellt ihre besonderen Qualitäten und Attraktivitäten für einen umfassenden Bildungsprozess von Kindern und Jugendlichen heraus. Bezug genommen wird dabei auch auf die bundesweite Diskussion zu Bedeutung und Stärkung der kulturellen Jugendbildung. Die Ergebnisse der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Kultur in Deutschland", die Kultusministerkonferenz, die Kinderkommission des deutschen Bundestages, der deutsche Städtetag, sie allen haben sich ausführlich mit der der kulturellen Jugendbildung beschäftig und treten dezidiert für eine Stärkung und den weiteren Ausbau der kulturellen Kinder- und Jugendbildung ein. "Kulturelle Jugendbildung für alle Kinder und Jugendlichen - eine Investition in die Zukunft Baden-Württembergs" ist deshalb eine zentrale Aussage des Positionspapiers. Dabei zeigen die Erfahrungen der LKJ und ihrer Mitgliedsverbände in Baden-Württemberg, was sich auch bundesweit abbildet:
Der Bedarf an kulturellen Bildungsmöglichkeiten ist enorm. Mehr den je werden die Angebote kultureller Bildung wegen ihrer umfassenden (Allgemein)Bildungsqualitäten, ihrer besonderen Attraktion und ihrer Kommunikations- und Integrationspotenziale nachgefragt. Nachfrage und Bedarf sind bedeutend größer als das bestehende Angebot, das in zentralen Bereichen durch extrem knappe Ressourcen begrenzt ist. Viele Kinder und Jugendliche können deshalb die Potenziale und Chancen der kulturellen Bildung für ihre Entwicklung nicht nutzen. Die Erfahrung vor Ort zeigt immer wieder: von Kindern und Jugendlichen, von Eltern und Verantwortlichen im Bereich der öffentlichen Erziehung und Bildung werden mehr Angebote der kulturellen Jugendbildung aber auch vielfältigere Serviceleistungen der landesweiten Infrastrukturen erwartet und gefordert.
Auf den Punkt gebracht: Kulturelle Kinder- und Jugendbildung gehört zum Kern des Bildungs- und Erziehungsauftrages und ist MEHR-WERT. Verlässliche Infrastrukturen, ein breites Angebot und ein großer gesellschaftlicher Nutzen kultureller Bildung verdienen eine umfassende Unterstützung und den nachhaltigen Ausbau der öffentlichen Förderung.
Das gesamte Positionspapier als pdf-File zum Download hier.
Positionspapier der LKJ Mitgliedsverbände zur Integrierten Ganztagesbildung in Baden-Württemberg. Neue Herausforderungen für Kooperation von Schule und kultureller Jugendbildung
2005 hat sich die Mitgliederversammlung der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg e.V. intensiv mit der Frage der Kooperation zwischen schulischer und außerschulischer Jugendbildung beschäftigt. Ergebnis ist ein grundsätzliches Positionspapier, in dem Rahmenbedingungen für eine Kooperation mit Schulen aus der Sicht der Fachverbände der kulturellen Jugendbildung formuliert sind. Als Zentrales Ziel wird formuliert, einen ganztägigen Bildungsraum in und um Schule - also im jeweiligen Gemeinwesen - zu schaffen, in dem Schule und außerschulische Jugendbildung aufeinander abgestimmte Bildungsangebote machen. Dazu bedarf es verlässlicher finanzieller und rechtlicher Rahmenbedingungen als Voraussetzung für eine nachhaltige Kooperation.
Das gesamte Positionspapier als pdf-File (52 KB) zum Download hier.
Anhörung des Landtags zur Außerschulischen Jugendbildung. Statement der LKJ
Am 20. Oktober 2004 fand eine Anhörung des Landtagsausschusses für Schule, Jugend und Sport zur "Außerschulischen Jugendbildung" im Plenarsaal des Landtags statt. Bei der Anhörung ging es um die Fragen: Wie trägt Jugendarbeit zur Bildung von Jugendlichen bei? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen werden gefördert? Welche Rahmenbedingungen sind wichtig? Andere Leitfragen beziehen sich auf die Aus- und Weiterbildung, auf den Stellenwert der Jugendarbeit in der Öffentlichkeit und auf die Verknüpfung schulischer und außerschulischer "Lemorte". Dr. Wemer Lindner und Prof. Dr. Hans-Uwe Otto wurden als Vertreter der Wissenschaft gehört. Markus Kosuch, Vorsitzender der LKJ Baden-Württemberg, hat in seinem Statement die Position der LKJ dargelegt.
(s.a. Landtagsdrucksache 3365)
