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Hip H´Hopera Cosi fan tutti - Oper trifft HipHop

Hip HOpera
Drei ausverkaufte Vorstellungen am 4., 5. und 6. April in der Komischen Oper Berlin im Mozartjahr 2006, stehende Ovationen und viele Anfragen, wann es weitere Aufführungen geben wird, das ist Ergebnis und Abschluss eines herausragenden Jugend-Musiktheaterprojektes.

"Hip H'Opera" ist eine Cross-Culture-Version von Mozarts Oper Così fan tutte und Ergebnis einer Fusion von Klassik und HipHop. Mozarts Oper battelt gegen HipHop-Beats bis eine Hip H'Opera entsteht: Entstanden ist so eine Oper mit Rap und Rezitativen, Arien und Hip-Hop-Beats.

Der Rapper Guglielmo wettet auf die Treue seiner Fiordiligi mit ihrem jugendlich-dramatischen Sopran, der Rapper Ferrando auf die Treue von Dorabella mit ihrem lyrischen Mezzosopran. Verführt zu dieser Wette werden sie von dem Bariton des Don Alfonso, der sich mit der Rapperin und Kammerzofe Despina verbündet hat.

Im Orchester: ein DiscJockey (DJ) und ein Jugend-Orchester. Auf der Bühne: Drei professionelle Opernsänger, drei Rapper und die "Youth Crew". Das sind 40 jugendliche Sängerinnen, Sänger, Tänzer und Tänzerinnen zwischen 16 und 24 Jahren aus verschiedenen Berliner Bezirken, unterschiedlichen sozialen Schichten, allen Schul- und Ausbildungsformen und vielen unterschiedlichen Nationen. Unter ihnen auch Rapper, Hip Hopper, Operngänger, Opernneulinge und Opernhasser. Keiner von ihnen hat bisher auf einer Opernbühne gestanden. Was alle verbindet ist die Liebe zur Musik und die Bereitschaft, sich auf ein aufregendes und großes Experiment einzulassen.

Hinter dem von Markus Kosuch entwickelten Konzept "Hip H'Opera" steht die Haltung: "Jugendliche sind das Publikum von heute!". Sie bei einer Musiktheater-Produktion zu beteiligen und einzubeziehen, ist eine große Chance für das Musiktheater. Jugendliche wollen sich einbringen, sich hörbar und sichtbar machen. Hip H'Opera heißt: die Oper eines alten Meisters mit den Mitteln des HipHop und des Originals neu zu erzählen. Hip H'Opera heißt gleichzeitig: ein Opernhaus eröffnet die Möglichkeit, seinem Bildungsauftrag kreativ und auf hohem künstlerischem Niveau nach zu kommen und mit Jungendlichen Kunst für Jugendliche zu schaffen.

Und Cross Culture bedeutet: zwei Kulturen und Traditionen stoßen aufeinander, so entstehen neue Perspektiven aus denen eine alte Geschichte neu erzählt werden kann. Zentral dabei ist , die künstlerische und soziale Lebenserfahrung der Solisten und der Youth-Crew in die Inszenierung zu integrieren.

Eindrücklich und exemplarisch konnte mit dem Projekt gezeigt werden, wie Jugendliche über sich hinauswachsen können, wenn sie künstlerisch herausgefordert werden und auf einer Opernbühne auftreten dürfen.

Hip H´Hopera in den Medien

Über 50 Artikel in Magazinen, Zeitschriften, Zeitungen sind im In- und Ausland erschienen. Gesendet wurden über 20 Radiobeiträge u.a. im DLF, Deutschlandradio Kultur, WDR, BR, RBB, SWR sowie 6 Fersehbeiträge in ARD, ZDF, RTL und 3sat.

Beispiele TV-Reportagen

RTL 4.4.2006
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ZDF 5.4.2006
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RBB 4.4.2006
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Hip H'Opera - Così fan tutti ist übertragbar

Die Projektidee ist nachhaltig und kann auch an anderen Orten und mit neuen Partner und Jugendlichen realisiert werden. Wir suchen deshalb Opernhäuser, Musiktheater und andere Kulturinsitutionen für weitere Produktionen und Kooperationen.

Dokumentation

Eine Dokumentation , die ein Booklett mit Projektinformationen und einen 60 minütigen Film von Finkernagel und Lück über das Projekt enthält, ist zu beziehen bei der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg. (Versandkostenpauschale 5 Euro)

Hintergrundmaterial zum download als pdf hier

Ansprechpartner für weitere Informationen und Anfragen

Dr. Markus Kosuch (LKJ Baden-Württemberg) kosuch@lkjbw.de

Kooperations-Partner
Ideelle Unterstützer

Förderer

Wir danken der PWC-Stiftung, die die siebenmonatige Arbeit mit der Youth Crew, die produktionsbegleitenden Schulprojekte und die Dokumentation gefördert hat.

Die Bühnenproduktion wurde vom Hauptstadtkulturfond und dem Förderkreis der komischen Oper Berlin e.V. gefördert.

Die Youth Crew wurde von adidas ausgestattet.

Fotos: Monika Ritterhaus, Komische Oper Berlin