Kulturagenten

Kulturagent*innen vernetzen Schulen, Künstler*innen und kulturelle Einrichtungen im regionalen Umfeld und stoßen kulturelle Projekte an. Sie machen sich dafür stark, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche aktiv und nachhaltig an Kunst und Kultur teilhaben und sich in den verschiedenen künstlerischen Sparten kreativ erproben können. Das stärkt die Identität der jungen Menschen, verleiht eine Stimme und lässt eigene Fähigkeiten entdecken. Die Kulturagent*innen unterstützen bei der Planung und Umsetzung der Projekte sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Kulturelle Schulentwicklung

Kulturelle Schulentwicklung zielt darauf ab, dass Kindern und Jugendlichen aus allen gesellschaftlichen Schichten und Gruppen ein selbstverständlicher Zugang zu Kunst und Kultur – und damit kulturelle Teilhabe – in der Schule ermöglicht wird. Kunst und Kultur sollen im besten Fall fächerübergreifend in den Unterricht ein?ießen und den schulischen Alltag der gesamten Schule prägen. Die Schulen arbeiten zusammen mit den Kulturagent*innen an einem kulturellen Schulprofl mit dem Ziel, dass schulische kulturelle Bildung zu einem umfassenden und nachhaltigen Selbstverständnis der Schulen wird. Hierzu öffnen sich die Schulen in den Stadtraum, gehen Kooperationen mit Kulturpartnern ein, suchen Orte der Kultur auf und und binden Kulturpartner*innen in den schulischen Alltag.

Der Kulturfahrplan

Der Kulturfahrplan ist das Steuerungsinstrument zur kulturellen Schulentwicklung, der von allen Schulen im Kulturagentenprogramm entwickelt wurde. Er hilf einer Schule, ihre Ziele zu erreichen, den Entwicklungsprozess zu re?ektieren sowie das große Bild im Auge zu behalten. Der Kulturfahrplan besteht aus Vision – Zielen – Maßnahmen sowie der Reflexion.

Vision: Welches Bild einer kreativen Schule haben Sie im Kopf? WARUM machen wir kulturelle Schulentwicklung? In der Vision bilden sich die grundsätzliche Haltung und Wertschätzung kultureller Bildung ab. Sie beschreibt ein Bild, wie sich die Schule nach vier Jahren weiterentwickelt haben wird, und macht Lust, sich auf den Weg zu machen. Die Wichtigkeit der Vision wird in der Praxis häufg unterschätzt. Oft liegt der Fokus auf dem, was getan werden soll, ohne klare Vorstellung, WARUM eine Schule das tut, was sie tut. Bei der Entwicklung der Vision hat sich der Einsatz kreativer Methoden bewährt, weil sie den Zugang zu unbewussten Bildern und Werten erleichtern. Damit die Vision wirksam wird, sollten möglichst viele Akteur*innen einbezogen werden.

Ziele: Wie können wir unsere Vision umsetzen? WIE die Vision zur Realität wird, beantworten die Ziele. Sie betreffen inhaltliche, organisatorische und strukturelle Fragen. Beim Festlegen der Ziele sind Methoden aus dem klassischen Projektmanagement hilfreich. Mit einer SWOT-Analyse (strengths, weaknesses, opportunities, threats) können beispielsweise relevante Themen identifziert und daraus Ziele abgeleitet werden. Bei deren Formulierung ist die Anwendung der SMART-Regel (spezifsch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminierbar) sinnvoll, weil sie zu konkreten und umsetzbaren Zielen führt.

Maßnahmen: Was machen wir, um unsere Ziele zu erreichen? WAS konkret tun wir im Bereich der kulturellen Bildung? Neben den kreativen Projekten beschreibt der Kulturfahrplan die Dimensionen: wann – wie oft – mit wem? Das erscheint zuerst als Zusatzaufwand, entpuppt sich aber als Hilfe für die nachhaltige Verankerung der kulturellen Bildung, weil damit strukturelle Fragen bearbeitet werden. Die Maßnahmen sind immer mit den formulierten Zielen verknüpft. Damit lässt sich hinterfragen, ob sie geeignet waren, diese Ziele zu erreichen.

Reflexion: Waren die Maßnahmen erfolgreich? Sind die Ziele noch relevant? Die Reflexion ist der zentrale Steuerungsprozess, damit kulturelle Schulentwicklung gelingt. Die regelmäßige Rückschau erlaubt Kurskorrekturen und Anpassungen des Kulturfahrplans. Was war gelungen, was hat warum nicht funktioniert oder was wollen wir beim nächsten Mal anders machen? Die Re?exion befragt auch, warum Projekte und Kooperationen konkret gelungen sind. Damit trägt sie zur Qualitätsentwicklung der Angebote kultureller Bildung bei.

Bildungsnetzwerk Göppingen

Bild des Freihof Gymnasiums Göppingen

Freihof Gymnasium

Kulturbeauftragte: Andreas Förschler, Solveigh Jacot, Susanne Rehm

Homepage
Bild des Werner-Heisenberg-Gymnasiums

Werner-Heisenberg-Gymnasium

Kulturbeauftragte: Kathrin Leiber-Janßen

Homepage
Bild des Hohenstaufen-Gymnasiums

Hohenstaufen-Gymnasium

Kulturbeauftragte: Heidrun Gunser

Homepage
Grunschule Göppingen Holzheim

Grundschule Holzheim

Kulturbeauftragte: Elke Saur

Homepage

Kulturagentin

Bild von Kerstin Schäfer

Kerstin Schaefer

Bildende Künstlerin

Telefon+49 171 - 174 741 7

E-Mailschaefer@lkjbw.de

Kommune Ansprechpartner

Ulrich Drechsel

Fachbereich Schule, Sport und Soziales

E-Mailudrechsel@goeppingen.de

Wolfram Hosch

Kulturdezernat

E-Mailwhosch@goeppingen.de

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