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BEATSTOMPER - ein Modellprojekt für benachteiligte Jugendliche

Kulturelle Jugendbildung und soziales Training zugleich ist das Projekt „Beatstomper“. Die Jugendlichen lernen beim Trommeln, aufeinander zu hören und besser miteinander umzugehen.

BEATSTOMPER wurde im Jahr 2009 in Ulm („guterhirte e.V.“/Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe) und in Konstanz (Säntisschule - Zentrum für sonderpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen) von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg (LKJ) modellhaft erprobt, das Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg hat das Modellprojekt gefördert. Teilgenommen haben Jugendlichen im Alter von 11 bis 16 Jahren aus den jeweiligen Einrichtungen. Die konzeptionellen Grundlagen stammen von Dierk Zaiser, Professor für Rhythmik / Music & Movement an der staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, der das Projekt auch wissenschaftlich begleitete.

Im Modellprojekt BEATSTOMPER wurde die Förderung von sozialen und künstlerischen Kompetenzen auf kreative Art und Weise verbunden und integriert. Rhythmus steht dabei im Mittelpunkt. Unter Anleitung von professionellen Musikern (Friedrich Glorian in Ulm und Kai Kopp in Konstanz) konnten die Jugendlichen zeigen, dass sie Rhythmus im Blut haben und sich kreativ 'austoben' und ausdrücken können.

Durch die nonkonformistische, provokative Verwendung von Alltagsmaterialien als Percussionsinstrumente lässt sich im Zusammenwirken mit dem dynamischen Potential von Rhythmus ein hohes Maß an Aktivierung und Motivation der Jugendlichen erreichen. Musikalisch ermöglicht die Konzentration auf rhythmische Strukturen rasch hörbare Erfolge und vorzeigbare Ergebnisse in der ästhetischen Dimension.

Die regelmäßige und intensive Probenarbeit mündete bei BEATSTOMPER in Auftritte auf Stadtfesten, in Fußgängerzonen und auf Weihnachstmärkten. Dadurch konnten die Jugendlichen Erfolge, Anerkennung und Selbstwirksamkeit jenseits bestehender Verhaltensweisen erfahren und ihr Selbstbewusstsein stärken. Gleichzeitig  stärkt das Projekt soziale Kompetenzen, die auch in Alltags-Situationen außerhalb des Projektes wirksam werden. Unterschiedliche Persönlichkeiten mit verschiedenen Fähigkeiten und Gefühlswelten treffen regelmäßig aufeinander, lernen sich zu respektieren und können nur dadurch auf Dauer zusammenarbeiten und zusammenspielen. So wächst Respekt, Verlässlichkeit, Empathie und Selbstbewusstsein.

Das Modellprojekt BEATSTOMPER zeigte nachhaltige Wirkung. Die Resonanz war sehr positiv. Nach Ende der Modellphase haben die Einrichtungen in Ulm und in Konstanz das Projekt deshalb fortgesetzt und für neue Jugendliche geöffnet.


Filmdokumentation

Eine 32seitige Dokumentation zum Projekt ist erschienen. Infos unter Publikationen


Das Projekt wird gefördert von