Smart Detectives

Jugendlicher sitzt am Tisch, hält ein Tablet in der Hand. Der Bildschirm ist zu sehen.

Im Oktober war das Smart-Detectives-Projekt in einer achten Klasse der Ludwig-Uhland-Schule in Schwaikheim zu Gast. Die Teilnehmenden setzten sich an zwei Workshoptagen mit Themen rund um digitale Sicherheit, den eigenen Datenumgang und den Einsatz künstlicher Intelligenz auseinander.

Zum Einstieg beschäftigte sich die Klasse mit unterschiedlichen Login- und Sperrmethoden von Smartphones. Das Projekt begann wie üblich mit einem gesperrten Handy, zu dem der Zugang fehlte. Die Jugendlichen diskutierten engagiert über verschiedene Sicherungsmöglichkeiten, teilten eigene Erfahrungen und arbeiteten aktiv an Lösungsansätzen. Bereits nach wenigen Versuchen gelang es, den Sperrcode zu entschlüsseln. Dies bildete die Grundlage für die weitere detektivische Arbeit.

Im Anschluss recherchierten die Schülerinnen und Schüler Hinweise zur fiktiven Eigentümerperson des Smartphones. Dabei sammelten sie zahlreiche Spuren und identifizierten mehrere Aufgaben, die im Verlauf des Workshops bearbeitet werden sollten. Ein Schwerpunkt lag zunächst auf einem kreativen Teil, in dem Bilder bearbeitet und retuschiert wurden. In diesem Zusammenhang flossen Informationen zu Urheber- und Persönlichkeitsrechten ein, die direkt an den praktischen Beispielen diskutiert wurden.

Ein weiterer Programmpunkt bestand darin, einen versteckten Code für einen Backupordner zu finden. Auch hier entdeckten die Teilnehmenden neue Hinweise und ergänzten die bestehende Sammlung. Zum Abschluss des ersten Tages stand der digitale Fußabdruck im Mittelpunkt. Gemeinsam wurde erarbeitet, welche Datenspuren durch die Nutzung digitaler Dienste entstehen, wie Aufenthaltsorte nachvollzogen werden können und welche Bedeutung dies für personalisierte Werbung hat. Die Jugendlichen überprüften dazu an ihren eigenen Geräten die Standortfreigaben von Apps und nahmen teilweise Anpassungen vor. Aufgrund vieler Rückfragen wurde der Tag mit einer vertiefenden Diskussion abgeschlossen, bevor die Gruppe mit der Anwendung „Quick Draw“ selbst eine einfache KI trainierte.

Der zweite Workshoptag widmete sich verstärkt der künstlichen Intelligenz. Zum Einstieg analysierten die Teilnehmenden im Quiz „Which Face is real“, welche Bilder echt und welche KI-generiert sind. Anschließend wurde das Thema Cookies aufgegriffen. Anhand einer bekannten Webseite überprüfte die Klasse, welche Daten mit dem Klick auf „alle Cookies erlauben“ tatsächlich freigegeben werden.

Darauf aufbauend arbeiteten die Jugendlichen an der Weiterführung eines Instagram-Accounts der fiktiven Smartphone-Besitzerperson. Sie beschrieben vorhandene Bilder, um zu verstehen, wie präzise Prompts formuliert sein müssen, damit KI ähnliche Bildinhalte erzeugen kann. Die Ergebnisse führten zu Überraschung und Motivation, selbst weitere Bilder zu generieren, von denen einige für eine Veröffentlichung geeignet waren. Ergänzend folgte ein vertiefender Input zu Urheber- und Persönlichkeitsrechten, wobei insbesondere das Thema Cybermobbing intensiv diskutiert wurde.

Zum Abschluss erstellten die Gruppen zusätzlich zu den Bildern auch KI-generierte Texte und Sprachbeiträge. Trotz technischer Herausforderungen gelang es allen Teilnehmenden, passende Inhalte zu produzieren und ihre Ergebnisse zu präsentieren.

Insgesamt zeigte sich, dass die Jugendlichen insbesondere die kreativen Aufgaben mit großem Interesse und Engagement umsetzten. Die detektivische Herangehensweise erleichterte den Zugang zu theoretischen Inhalten und förderte die aktive Auseinandersetzung mit digitalen Themen. Die Klasse arbeitete über beide Tage hinweg überwiegend konzentriert mit und konnte zahlreiche Anregungen für einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien und künstlicher Intelligenz mitnehmen.

KI generiertes Bild, das Pokemon-Figuren zeigt, umringt von Blitzen.