
An der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, einem Schulverbund aus Grund-, Werkreal- und Realschule sowie Gymnasium, fand ein dreitägiger Workshop zum Thema Fake News und Verschwörungsmythen statt. Teilgenommen haben Schüler*innen der achten Jahrgangsstufe der dreizügigen Realschule. Über alle drei Tage hinweg arbeiteten die meisten Teilnehmenden engagiert und motiviert mit, stellten zahlreiche Fragen und beteiligten sich an intensiven Diskussionen.
Der erste Workshoptag stand im Zeichen des Kennenlernens und der inhaltlichen Einführung. Im Fokus lagen die Sensibilisierung für Nachrichten und deren Kanäle sowie die theoretische Auseinandersetzung mit der Definition und Bedeutung von Fake News und Verschwörungsmythen. Um den theoretischen Input aufzulockern, wurden praktische Übungen eingebaut. Die Schüler*innen erstellten unter anderem ein Fake-Foto und einen Fake-Chat und nahmen an bewegungsorientierten Übungen im Klassenraum teil. Während des gesamten Vormittags kam es zu einem aktiven Austausch, in dem die Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen einbrachten. In den praktischen Phasen arbeiteten sie konzentriert und erzielten überzeugende Ergebnisse.
Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung eigener Verschwörungserzählungen und deren technischer Umsetzung mit dem iPad. Nach einem kurzen technischen Input sammelten die Schüler*innen in Kleingruppen praktische Erfahrungen in der Medienarbeit. Dabei ging es um Kameraeinstellungen, die 5-Shot-Technik sowie das Filmen von Straßen- und Experteninterviews. Einige der Übungsergebnisse wurden im Plenum vorgestellt und gemeinsam reflektiert, insbesondere im Hinblick auf Arbeitsweisen und mögliche Fehlerquellen beim Filmen. Anschließend erarbeiteten die Gruppen Drehpläne, auf deren Grundlage sie im Schulhaus und auf dem Schulgelände die einzelnen Clips für ihre Geschichten aufnahmen.
Der dritte Workshoptag diente der Fertigstellung der Filme. Die Gruppen arbeiteten weiter an ihren Projekten, schnitten das Material und setzten ihre Ideen final um. Entstanden sind mehrere kurze Filme mit teils sehr kreativen und einfallsreichen Ansätzen. Zum Abschluss des Workshops wurden die Ergebnisse im Plenum präsentiert. Die Vorführungen bildeten einen gelungenen Abschluss, bei dem die Filme der einzelnen Gruppen mit Applaus gewürdigt wurden. Das Feedback der Klasse fiel insgesamt positiv aus; insbesondere der theoretische Input, der häufig kritisch gesehen wird, wurde nur von wenigen Teilnehmenden als zu lang empfunden.
