MakerBox

Das letzte Maker-Box-Projekt des Jahres fand in Herrenberg-Oberjesingen statt. An zwei Projekttagen arbeiteten die Referenten mit den Kindern einer vierten Grundschulklasse. Ziel des Workshops war es, aus Elektroschrott kleine Kunstroboter zu bauen und dabei grundlegende Kenntnisse zu Werkzeugen, Materialien und Stromkreisen zu erwerben.

Zu Beginn des Projekts stellten die Referenten den Ablauf vor und führten in den Begriff „Making“ ein. Mithilfe mehrerer Positionierungsspiele wurde ermittelt, welche Erfahrungen die Kinder bereits im Umgang mit Werkzeugen und Werkstoffen gesammelt hatten. Anschließend wurden wichtige Sicherheitsaspekte thematisiert, insbesondere der Umgang mit Strom und das sachgerechte Zerlegen von Elektrogeräten. Die Kinder beteiligten sich aktiv, beantworteten Fragen und erkundigten sich nach den mitgebrachten Geräten.

Nach der Pause verteilten die Referenten das Werkzeug, und die Kinder begannen in Gruppen, Elektroschrott auseinanderzuschrauben. Dabei wurden alte Spielzeuge, Telefone, Computertastaturen und Haushaltsgeräte zerlegt. Nicht immer war auf Anhieb klar, welches Werkzeug geeignet war, weshalb die Referenten unterstützten, vor allem bei festsitzenden Schrauben älterer Geräte. Ergänzendes Material wurde von der LKJ bereitgestellt, sodass alle Gruppen ausreichend Bauteile sammeln konnten. Nach etwa zwei Stunden hatten die fünf Gruppen genügend verwertbares Material beisammen und sortierten den restlichen Müll.

Die letzte Schulstunde des ersten Tages war einem Theorieteil gewidmet. Gemeinsam erarbeiteten die Kinder Grundlagen zu Stromkreisen, Reihen- und Parallelschaltungen sowie zum Einsatz unterschiedlicher Batterietypen. Mit Krokodilklemmen und Glühbirnen bauten sie eigene Stromkreise auf und konnten beobachten, warum die Leuchtstärke je nach Schaltung variierte.

Am zweiten Projekttag wurde der theoretische Teil fortgeführt, indem Motoren und An- und Ausschalter in die Stromkreise integriert wurden. Anschließend fertigten die Kinder Skizzen ihrer geplanten Roboter an und überlegten, welche Funktionen diese erfüllen sollten. Nach einer Einführung in das Löten und Heißkleben begann der eigentliche Bau. Neben den elektronischen Bauteilen kamen auch Holzreste aus dem Fundus der Schule zum Einsatz, etwa für Körper, Räder oder Achsen. In den folgenden Stunden arbeiteten die Gruppen konzentriert an ihren Konstruktionen, stellten Fragen und erhielten bei Bedarf Unterstützung.

Zum Ende des Projekts räumten die Kinder gemeinsam auf und präsentierten ihre insgesamt sechs Roboter. Jede Gruppe hatte ihrem Modell eine kleine Geschichte gegeben. Die Referenten lobten die Ergebnisse und hoben hervor, dass es allen Gruppen gelungen war, in kurzer Zeit funktionsfähige Roboter zu bauen. Mit dem Abschluss des Projekts verabschiedeten sich die Kinder zufrieden in die Weihnachtsferien.