Echt Fake, ich schwör!

Eine Jugendliche sitzt am Schultisch und hat ein Tablet in der Hand, auf dem sie etwas tippt.

Im Rahmen des Workshops „Echt Fake, ich schwör!“ setzten sich Schüler*innen einer achten Klasse über zwei Tage intensiv mit den Themen Falschmeldungen, Künstliche Intelligenz und Verschwörungsmythen auseinander. Die Teilnehmenden brachten bereits viel Vorwissen mit und beteiligten sich von Beginn an interessiert und motiviert an den verschiedenen Workshop-Einheiten.

Am ersten Workshoptag standen die Auseinandersetzung mit Begrifflichkeiten sowie praktische Übungen im Mittelpunkt. Mithilfe eines Spiels lernten die Schüler*innen, Nachrichten kritisch zu hinterfragen und deren Glaubwürdigkeit einzuschätzen. Viele der Beispiele sorgten für Diskussionen und regten zum Nachdenken an. Anschließend beschäftigte sich die Gruppe mit dem gezielten Formulieren von KI-Prompts. Da die Klasse zügig arbeitete, blieb außerdem Zeit für eine zusätzliche Übung, bei der eingeschätzt werden musste, welche Gesichter echt und welche künstlich erzeugt waren.

Am zweiten Tag entwickelten die Schüler*innen in Kleingruppen eigene Verschwörungsmythen und überlegten, welche vermeintlichen Belege ihre Geschichten glaubwürdig erscheinen lassen könnten. Besonders intensiv arbeiteten sie an Video- und Audiobeiträgen, die sie mithilfe verschiedener Filter bearbeiteten und so beispielsweise wie Aufnahmen einer Überwachungskamera wirken ließen. Die entstandenen Geschichten griffen die Lebenswelt der Jugendlichen auf und drehten sich um angeblich geheimnisvolle Räume in der Schule. Dabei entstanden kreative Erzählungen, unter anderem über eine versteckte Schokoladenfabrik, angebliche Vergiftungen im Mensaessen oder verschwundene Abiturient*innen, die im Rahmen einer Lehrerverschwörung in geheime Schulräume gebracht worden seien.

Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum. Gemeinsam analysierten die Schüler*innen die erfundenen Geschichten und entlarvten die verwendeten Mechanismen von Verschwörungsmythen. In einer ausführlichen Diskussion wurde deutlich, wie gut die Teilnehmenden die Funktionsweise solcher Erzählungen verstanden hatten und diese kritisch einordnen konnten. Die vielfältigen und kreativen Produktionen zeigten eindrucksvoll, wie sich die Inhalte des Workshops praktisch umsetzen und reflektieren lassen.