Echt Fake, ich schwör!

Zwei Schülerinnen schauen gemeinsam auf ein Tablet, es sind nur ihre Hinterköpfe mit langen Haaren zu sehen.

Im Rahmen des Workshops „Echt Fake, ich schwör!“ beschäftigte sich eine neunte Klasse über mehrere Tage hinweg mit den Themen Falschmeldungen und Verschwörungsmythen. Nach der Vorstellung des Projekts, der LKJ und der Medienreferenten startete der erste Tag mit einem theoretischen Input. Die Schüler*innen arbeiteten mit und beteiligten sich an den Diskussionen. In einer anschließenden praktischen Übung präsentierten sie vorgegebene Geschichten und setzten sich dabei mit deren Wahrheitsgehalt auseinander. Eine abschließende Reflexion zeigte ein grundlegendes Verständnis für die behandelten Inhalte.

Am zweiten Tag stand die praktische Arbeit im Mittelpunkt. Die Schüler*innen entwickelten in Eigenarbeit Verschwörungsmythen und nutzten dafür vor allem die mitgebrachten iPads. Zur Gestaltung ihrer Geschichten kamen unter anderem KI-Anwendungen zur Bildgenerierung zum Einsatz. Außerdem wurden verschiedene weitere Inhalte erstellt, um die eigenen Erzählungen mit vermeintlichen Beweisen zu untermauern.

Dabei entstanden unterschiedliche Formen von Beweismaterial. Neben KI-generierten Bildern produzierten die Schüler*innen auch Ton- und Videoaufnahmen. Für einige Aufnahmen wurden sogar Lehrkräfte als Darsteller*innen einbezogen. So setzten die Schüler*innen ihre Verschwörungsmythen nicht nur inhaltlich, sondern auch medial vielfältig um.

Im Verlauf der Arbeit wurde deutlich, wie wichtig reale Bezüge für die Auseinandersetzung mit Verschwörungsmythen sind. Insbesondere die Einbindung von Berichten über ähnliche Ereignisse kann dazu beitragen, zu verstehen, wie reale Fakten aus ihrem Zusammenhang gerissen und zur Unterstützung einer eigenen Erzählung verwendet werden. Die praktische Entwicklung eigener Verschwörungsmythen ermöglichte den Schüler*innen damit einen Einblick in die Mechanismen, mit denen solche Erzählungen aufgebaut und medial vermittelt werden.