YourStory

Blick über die Schulter einer Schülerin, die an einem Tablet ein Video bearbeitet (Schnitt).

Das letzte YourStory-Projekt des Jahres fand an der Freien Waldorfschule Gutenhalde in Filderstadt statt. An dem Workshop nahm eine große Klasse mit insgesamt 35 Schüler*innen teil.

Zu Beginn des ersten Projekttages erhielten die Teilnehmenden grundlegende Informationen zur Videoplattform YouTube. Thematisiert wurden die Entstehung der Plattform, das Nutzungsverhalten der Kinder sowie die Frage, wie YouTuber mit Werbung Einnahmen erzielen. Auch die Funktionsweise von Algorithmen wurde erläutert. Dabei zeigte sich, dass die Klasse insgesamt nur wenig auf Social Media aktiv ist. Anschließend überlegten alle gemeinsam, welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen für einen Filmdreh notwendig sind. Die gesammelten Punkte wurden überprüft und ergänzt.

Nach der ersten großen Pause bildeten sich die Arbeitsgruppen. In diesem Zusammenhang wurden mögliche Videoformate und gestalterische Mittel vorgestellt, darunter Aufnahmen vor der Kamera, „Working Hands“, Stop-Motion, Zeitraffer und Zeitlupe. Im Anschluss entwickelten die Gruppen ihre eigenen Filmideen. Neben klassischen Erklärvideos entstanden auch Konzepte mit schauspielerischen Elementen. Die Bandbreite reichte von Roomtours und Filmtrailern über Comedy-Formate bis hin zu Tutorials. Als Erklärvideos waren unter anderem ein Schach-Tutorial, der Aufbau eines Sportparcours sowie das Backen eines Weihnachtskuchens geplant.

Darauf aufbauend beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem Aufbau eines Films. Sie gliederten ihre Ideen in Anfang, Mittelteil und Schluss und hielten die geplanten Szenen in Storyboards fest. Ergänzend wurden Einstellgrößen und Perspektiven wie Augen-, Frosch- und Vogelperspektive besprochen. Zum Abschluss des ersten Tages erhielten die Gruppen Tablets und übten gemeinsam die Einstellungen von Schärfe und Belichtung sowie eine ruhige Kameraführung.

Der zweite Projekttag begann mit einer kurzen Wiederholung der wichtigsten Filmgrundlagen. Die Gruppen finalisierten ihre Planungen und starteten mit den Dreharbeiten. Da am ersten Tag nicht alle teilnehmen konnten, kamen zwei neue Gruppen hinzu, die sich kurzfristig für ein Bewegungs-Tutorial sowie eine Nachrichtensendung vor dem Greenscreen entschieden. Parallel wurden die Tablets auf Stativen montiert und die Drehorte festgelegt. Nach einer ersten Arbeitsphase wurde überprüft, ob technische oder organisatorische Probleme bestanden.

Die Gruppen arbeiteten überwiegend sehr selbstständig. Während einige Teams außerhalb des Schulgeländes betreut wurden, erhielten die anderen punktuell Rückmeldungen zu ihren Aufnahmen und Gestaltungsideen. In einer gemeinsamen Zwischenbesprechung zur Mittagszeit wurden Zwischenergebnisse reflektiert und gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen. Am Ende des Tages waren alle Szenen aufgenommen.

Am dritten Projekttag standen zunächst Persönlichkeits- und Urheberrechte im Fokus. Anschließend bearbeiteten die Schüler*innen ihre Filme in verschiedenen Räumen. Dabei ergänzten sie Musik, Texte, Geräusche oder Off-Kommentare. Gegen Mittag waren alle Arbeiten abgeschlossen. Insgesamt entstanden zehn Filme, die gemeinsam angesehen wurden. In einer abschließenden Reflexion bewerteten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse kritisch, zeigten sich jedoch insgesamt zufrieden mit der Umsetzung ihrer Ideen und dem Verlauf der drei Projekttage.