MakerBox

zwei der im Workshop entstandenen Kunstwerke, verziert mit glitzernden Pfeifenputzern.

Im März 2026 war ein Team der LKJ in der Grundschule in Reichenbach zu Gast. Dort nahm eine gemischte dritte und vierte Klasse mit etwa 20 Schüler*innen am Workshop teil. Nach ersten Positions- und Kennenlernspielen erhielten die Kinder eine Einführung in das Projekt und lernten die beiden Beispielroboter Urs und Bob kennen. Dabei wurde ihnen vermittelt, dass auch ihre eigenen Roboter später eine kleine Geschichte haben sollten.

Im Anschluss begab sich die Gruppe in den Werkraum, wo die Kinder bereits ihre gesammelten „Elektro-Schätze“ abgelegt hatten. Bevor mit der praktischen Arbeit begonnen wurde, erfolgte eine ausführliche Sicherheitseinweisung. Dabei wurde unter anderem erklärt, wie Stromkabel fachgerecht entfernt sowie Batterien und Akkus sicher entnommen werden. Außerdem wurden die verschiedenen Werkzeuge vorgestellt. Die Schüler*innen arbeiteten anschließend in Gruppen von zwei bis vier Personen und begannen damit, die mitgebrachten Geräte auseinanderzubauen. Über mehrere Stunden hinweg – unterbrochen von einer Mittagspause – zerlegten sie unter anderem altes Spielzeug, Digitalkameras, Drucker, Föhne, Rasierer und ein Diskettenlaufwerk. Dabei entdeckten sie verschiedene Bauteile wie Motoren, Lämpchen und Ventilatoren, aber auch dekorative Elemente wie Kabel und Platinen. Die meisten Gruppen arbeiteten selbstständig und interessiert, während die Referenten bei Bedarf unterstützten.

Am Nachmittag wechselte die Gruppe zurück ins Klassenzimmer. Dort wurde die Funktionsweise von Stromkreisen vermittelt. In praktischen Übungen setzten die Kinder Reihen- und Parallelschaltungen mit Lämpchen, Motoren und Ein-/Ausschaltern um. Die Inhalte wurden von den Schüler*innen gut aufgenommen, sodass sie am Ende des ersten Tages über die notwendigen Grundlagen für den späteren Roboterbau verfügten.

Der zweite Projekttag begann mit einer kurzen Phase, in der die Kinder weitere verwertbare Teile aus ihrem Elektromaterial sichern konnten. Anschließend fertigten sie Skizzen ihrer geplanten Roboter an. Nach einer Einführung in das Löten und Heißkleben – erneut unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorgaben – startete die Bauphase. Bei der Nutzung der Lötgeräte kam es zeitweise zu Wartezeiten, insbesondere bei Projekten mit komplexeren Schaltungen wie motorisierten Rädern. Die Schule unterstützte den Bauprozess zusätzlich mit Bastelmaterialien und Holzresten für Unterkonstruktionen.

Am Ende des zweiten Tages konnten alle Gruppen funktionsfähige Roboter präsentieren. Darunter befanden sich verschiedene Fahrzeugmodelle sowie ein Putzroboter. Besonders kreativ war die Umsetzung eines Roboters, bei dem eine alte Kaffeemaschine als Thron für eine leuchtende Königin diente, die sich auf einem Fahrgestell bewegen konnte. Zum Abschluss wurden die Ergebnisse auf dem Schulhof präsentiert und in einem gemeinsamen Gruppenfoto festgehalten.