
Im Jugendhaus Villa Federbach in Malsch fand im März ein zweitägiger Workshop des Projekts „Echt Fake, ich schwör!“ statt. Teilgenommen hat eine siebte Klasse der nahegelegenen Hans-Thoma-Schule, die regelmäßig mit dem Jugendhaus zusammenarbeitet. Zudem verbringen die Schüler*innen auch einen Großteil ihrer Freizeit in dem Jugendhaus und kannten es entsprechend gut. Begleitet wurde der Workshop sowohl von schulischer Seite als auch durch eine Mitarbeiterin des Jugendhauses.
Der erste Tag begann mit einer Vorstellungsrunde sowie einer Einstiegsübung, bei der die Jugendlichen kleine Unwahrheiten entlarven sollten. Anschließend wurden grundlegende Begriffe rund um Fake News eingeführt. Anhand von Bildbeispielen, die durch Perspektive oder Ausschnitt unterschiedliche Interpretationen zuließen, entwickelten sich erste Diskussionen. Auch bei einer Übung zur Erstellung eines KI-generierten Bildes arbeiteten die Teilnehmenden aufmerksam und engagiert mit.
Im weiteren Verlauf beschäftigten sich die Schüler*innen in Kleingruppen mit verschiedenen Meldungen, die sie analysierten und anschließend als glaubhafte Geschichten präsentierten. Dabei entstanden teilweise auch ergänzende „Beweise“. In der anschließenden Reflexion wurden Merkmale von Falschmeldungen gemeinsam erarbeitet. Am Nachmittag verlagerte sich der Fokus auf Verschwörungserzählungen. Die Jugendlichen entwickelten eigene Geschichten zu vorgegebenen Themen und arbeiteten kreativ an dazu passenden Belegen.
Der zweite Workshoptag startete mit einer praktischen Übung zum Erzählen von Geschichten. Nach einem kurzen theoretischen Input zu Verschwörungsmythen ging es erneut in die Gruppenarbeit. Die Teilnehmenden arbeiteten intensiv an ihren Ideen und setzten diese mit Unterstützung der Betreuungspersonen um. Dabei wurden auch Interviews geführt, an denen sich sowohl die Lehrkraft als auch die Mitarbeiterin des Jugendhauses beteiligten.
Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum. Die Geschichten wurden live vorgestellt und durch visuelle „Beweise“ ergänzt. In der anschließenden Diskussion reflektierten die Jugendlichen, welche Elemente besonders glaubhaft wirkten und woran sich die konstruierten Verschwörungserzählungen erkennen ließen.
Der Workshop profitierte von der offenen Atmosphäre des Jugendhauses, das den Jugendlichen als vertrauter Ort dient. Insgesamt arbeiteten die Teilnehmenden engagiert zusammen und würdigten die Ergebnisse ihrer Mitschüler*innen mit Interesse und Anerkennung.
