Beratungsstelle
Kultur macht stark

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2013 außerschulische kulturelle Bildungsangebote für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Das Programm wird von 2018 bis 2022 fortgesetzt. Die LKJ ist Träger der neuen Beratungsstelle „Kultur macht stark" Baden-Württemberg. Die Beratungsstelle möchte alle Interessierten bei der Konzeption, Planung und Antragsstellung für neue Bündnisse unterstützen.

Gefördert wird die gesamte Bandbreite der kulturellen Bildung: Musik und Tanz, kreative Mediennutzung, Theater, Literatur oder Zirkus. Die geförderten Angebotsformate reichen von Schnuppertagen, über Wochen- und Halbjahreskurse, bis hin zu Workshops oder Freizeiten.

Logo von Kultur macht stark

Aufgaben

Die Beratungsstelle „Kultur macht stark“ wurde ins Leben gerufen um Einzelpersonen, Kulturschaffende, Vereine und Verbände rund um das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ zu beraten.

Gerne beantworten wir Fragen zur Förderung und Antragsstellung, helfen bei der Suche nach einem geeigneten Förderangebot und passenden Bündnispartnern und erläutern die Struktur des Programms und des programmeigenen Portals Kumasta.

Das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ geht 2018 in die zweite Runde. Damit auch in dieser Förderphase viele spannende Projekte in Baden-Württemberg entstehen, möchte die Beratungsstelle „Kultur macht stark“ Sie unterstützen.

Hierfür gibt es neben der individuellen Beratung – per Telefon, E-Mail oder persönlich – Informationsveranstaltungen, Netzwerk- und Multiplikatorentreffen. Wir möchten sowohl den städtischen als auch den ländlichen Raum informieren und zum Austausch und zur Vernetzung von Vereinen, Initiativen, Jugendzentren, Kitas etc. beitragen. Alle Interessierten sind zu unseren Veranstaltungen herzlich eingeladen. Die Veranstaltungen finden an unterschiedlichen Orten in Baden-Württemberg statt.

News & Veranstaltungen

24. Mai 2019 Info-Veranstaltung Langenau

„Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung 2018-2022“

 

Pfleghof Langenau

Kirchgasse 9

89129 Langenau

https://lernende-kulturregion.de

Zwei Frauen im Gespräch
Frauen und Männer stehen und heben die rechte Hand
Männer und Frauen sitzen im Stuhlkreis
Fotocollage von Kindern und Jugendlichen

Imagefilm zu "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) - 2016

Foto von Louisa Egbaiyelo

Louisa Egbaiyelo

Beratungsstelle "Kultur macht stark"

Telefon+49 711 95 80 28 25

E-Mailegbaiyelo@lkjbw.de

Bürozeiten:
Mo 9 - 12.30 und 13.30 - 16.00 Uhr
Mi  9 - 12.30 und 13.30 - 17.30 Uhr
Do 9 - 12.30 Uhr

Sandanimation von Chris Kaiser von Sandtogether

Häufig gestellte Fragen

Was sind Bündnisse?

Ein Bündnis besteht aus mindestens drei zivilgesellschaftlichen Einrichtungen oder Gruppierungen. Diese agieren auf lokaler Ebene, sind also räumlich miteinander verbunden. Ein Bündnis kann aus ganz verschiedenen Partnern bestehen. Eine Schule, eine Bücherei und ein Kulturverein sind genauso möglich wie eine Volkshochschule, ein Migrant*innenverein und ein Angelclub. Ziel soll sein, gemeinsam ein Projekt auf die Beine zu stellen, dabei die jeweiligen Kompetenzen und Expertisen zu nutzen und vor allem nachhaltig zu werden. Idealerweise bleibt ein Bündnis längerfristig bestehen und es entsteht ein breites Netzwerk in der jeweiligen Kommune, unter den Organisationen und mit den Kindern und Jugendlichen.

Welche Zielgruppen sollen in dem Programm angesprochen werden?

„Kultur macht stark“ richtet sich in erster Linie an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren. Es sollen also vor allem diejenigen Kinder und Jugendlichen angesprochen werden, deren Eltern ein geringes Einkommen haben, von Arbeitslosigkeit betroffen sind, oder die in einem bildungsfernen Elternhaus aufwachsen. Vorrangig sollten sich die Projekte an diese Zielgruppe richten. Dies bedeutet aber nicht, dass andere Teilnehmer*innen ausgeschlossen sind.

Welche Ziele sollte ein Projekt haben?

Die Projekte, die im Rahmen von „Kultur macht stark“ gefördert werden, sollen vor allem bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung öffnen. Außerschulische Bildungsangebote ermöglichen, dass Bildung und Bildungserfolg nicht an die soziale Herkunft gebunden sind. Damit werden besonders der durch „Kultur macht stark“ angestrebten Zielgruppe neue Zugänge zu Bildung eröffnet.

Was wird gefördert?

„Kultur macht stark" ist eines der wenigen Kulturförderprogramme, das eine 100%-Förderung vorsieht. Es können damit also 100% der Kosten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung getragen werden. Wichtig ist jedoch, dass nicht alle Posten getragen werden. Übernommen werden beispielsweise keine Personalausgaben der Antragsstellenden selbst, sondern lediglich eine Veraltungspauschale von 5% der verausgabten Mittel. Honorarkosten z. B. für engagierte Trainer*innen, Theaterpädagog*innen oder Künstler*innen, werden jedoch erstattet. Seit der zweiten Runde von „Kultur macht stark“ werden einige Ausgaben als Pauschalen erstattet. Dies gilt beispielsweise für Verpflegungskosten.
Besonderen Fokus legt das Programm „Kultur macht stark“ auf einen niedrigschwelligen Zugang für Kinder und Jugendliche zu den Projekten. Gerade für den ländlichen Raum werden daher auch Fahrtkosten erstattet, sodass alle Teilnehmenden unabhängig vom finanziellen Hintergrund zu den Projekten anreisen können.

Wann können Fördermittel beantragt werden?

Jedes Programm legt eigene Antragsfristen fest. Die jeweiligen Antragsfristen sind auf dem Kumasta-Portal zu finden oder können direkt bei den Programmpartnern erfragt werden. In der Regel sollte man mit einem Vorlauf von mindestens acht bis zwölf Wochen ab Antragsstellung vor Projektstart rechnen. Bei einem Projektstart Ende September beispielsweise sollte der Antrag also spätestens Ende Juli komplett vorliegen. Ist beim ausgewählten Programmpartner im passenden Zeitraum keine Antragsfrist vorgesehen, bietet sich eventuell ein anderer Programmpartner an. Einige Programmpartner haben keine festen Fristen, hier ist eine Antragsstellung jederzeit möglich. In Einzelfällen lohnt sich stets der direkte Kontakt zu den Programmpartnern.

Wo und wie werden Fördermittel beantragt?

Fördermittel werden bei den jeweiligen Programmpartnern von „Kultur macht stark“, die als Förderer fungieren, beantragt. Hierzu hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Portal Kumasta  eingerichtet. Das Portal dient sowohl als Informationsplattform, die alle Förderprogramme auflistet, als auch als Antragsformular. Nach der kostenfreien Registrierung kann hier Schritt für Schritt an den Anträgen für bestimmte Programme gearbeitet werden. Für jedes Projekt ist ein eigener Antrag nötig. Die Speicherung funktioniert automatisch und das Einloggen ist von unterschiedlichen Arbeitsplätzen aus möglich, sodass auch gemeinsam an einem Antrag gearbeitet werden kann.

Was hat sich in der zweiten Förderperiode verändert?

In der ersten Förderphase, die von 2013 bis 2017 lief, wurden einige Aspekte des Programms als kompliziert empfunden. Es wurde nun versucht, für die aktuelle Förderphase einiges zu vereinfachen. Dazu gehört zum einen das überarbeitete Portal Kumasta. Des Weiteren wurde auch die Abrechnung der Projekte erleichtert, indem z. B. für einige Posten Pauschalen beantragt und bezuschusst werden. Dies gilt beispielsweise für Verpflegungspauschalen.

Wie kann ein Projekt im Sinne von „Kultur macht stark“ aussehen?

Projekte, die durch „Kultur macht stark“ gefördert werden, können bunt und vielseitig sein. Die große Bandbreite an möglichen Bündnissen, Förderern und Programmen ermöglicht nahezu alle erdenklichen Formate in den Sparten Bewegung und Tanz, Museum, Musik, Zirkus, Theater, Film, Literatur, Bildende Kunst, Spielkultur, Erkunden und Erfahren, Digitale Medien und Alltagskultur von regelmäßigen Workshops über einmalige Projekte bis hin zu Ferienprogrammen. Alles, was unter den Bereich der kulturellen Bildung zu fassen ist und die erwünschte Zielgruppe anspricht, ist prinzipiell verwirklichbar und es findet sich ein passendes Programm dafür.

Zudem gibt es die Möglichkeit, über Initiativen an bereits bestehende Konzepte von Projekten anzudocken. Hier wird die Rolle des Bündnispartners eingenommen. Die jeweilige Initiative erhält die Mittel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und verwendet sie selbst für ein Projekt, für das sie noch Bündnispartnern sucht. In diesem Fall kommt keine Antragsstellung auf die Interessierten zu, sondern lediglich die Mitwirkung bei den Projekten. Diese Form der Kooperation eignet sich vor allem als Einstieg oder wenn nicht genügen personelle Kapazitäten vorhanden sind, um ein eigenes Projekt zu starten.

Werden Maßnahmen für junge Geflüchtete gefördert?

Für Maßnahmen, die sich speziell an junge Geflüchtete richten, gibt es ein spezielles Programm, das sich „Kultur macht stark plus“ nennt.

Logos von "Kultur macht stark" und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das könnte Sie auch interessieren:

Kultur in Schulen verankern

Kulturagenten

Lust auf ein FSJ Kultur?

FSJ Kultur

Was ist die LKJ genau?

LKJ

Unsere Neuigkeiten

Service